Emil Hilkert und Edgar Seiler berichten von früher.

Über 50 Jahre war der Schweizerhof die Heimat der Sulzbacher Ringer

Bis zur Einweihung der Schulsporthalle 1972 betrieben die KSV Ringer aus Sulzbach ihren Sport über 50 Jahre im Saal des Gasthauses zum Schweizerhof. Der Saal umfasste ca. 170qm, abzüglich der Treppe, dem Schankbereich, der Bühne und dem Lager für die Bestuhlung. Im Vergleich zu heute eher wenig Platz.

Die Ringer wuschen sich in der Waschküche oder im Bach hinter dem Saal. Im Winter war es oft kalt, da der Kanonenofen kaum reichte, um den Saal zu heizen. Die Mattenfläche umfasste nicht einmal 50 qm, wodurch die oft 25 Ringer sich die Matte im Schichtbetrieb teilen mussten. Um die Matte herum wurden deshalb auch Kraft- und Rundgewichtsübungen durchgeführt und die Nähe zum Wald lud ein zum Waldlauf. Gewichtheben, Pyramidenbau und Rasenkraftsport gehörten neben dem Ringen lange zu den Sportarten im KSV.

Bei den Mannschaftskämpfen ging es oft hoch her.

Gerade bei den Lokalderbys gegen Laudenbach, Hemsbach, Niederliebersbach und Weinheim war der Saal oft bis auf den letzten Platz besetzt. Nach den Kämpfen war die Gaststätte über die Treppe in der Halle zu erreichen und es wurde oft bis in die Morgenstunden ausgiebig gefeiert. Bier, Wurstbrot und Rippchen waren erschwinglich. Und nach einem guten Kampf fand sich oft ein Zuschauer, der den Ringern etwas spendierte.

Turniere fanden bei passender Witterung oft im Freien statt auf dem alten Schießstand am Waldrand 40 m oberhalb des Schweizerhofs.

Schweizerhof Bild 5